Geld nach Kenya senden – Mpesa ist die erste Wahl


Im Prinzip gibt es drei verschiedene Möglichkeiten Geld nach Kenya zu senden. Die meistgenutzte ist wahrscheinlich per Western Union oder einem anderen Anbieter für Bargeldtransfer. Andernfalls kann bei regelmäßigen Überweisungen an den gleichen Empfänger auch eine Kreditkarte, wahlweise eine Prepaidkreditkarte verwendet werden. Als letztes bleibt der Transfer via normaler Banküberweisung – hohe Gebühren, wenig empfehlenswert.

1. Per Bargeldtransfer (Mpesa)

Aktuell nutzen wir Western Union, da sie die Überweisung auf ein Mpesa-Konto unterstützen. Das heißt, das Geld landet direkt auf dem Mobiltelefon des Empfängers und kann bei jeder Safaricom Station abgeholt werden. Besonders praktisch in ländlichen Gegenden Kenyas, wenn die nächste Bank weit ist. Bislang unterstützt die Konkurrenz (etwa Moneygram) dieses Feature nicht.
Die Gebühren liegen bei etwa 5-10% des überwiesenen Betrags – je nach Höhe der Überweisung. Andere sind bei den Gebühren günstiger, zwacken dafür mehr beim Wechselkurs ab. Da ist Western Union relativ fair.

Update: Western Union bietet keine Überweisung über Mpesa mehr an, wir nutzen jetzt Worldremit. Hier sind die Gebühren enger gestaffelt und etwas niedriger, dafür nehmen sie beim Wechselkurs etwas mehr mit.

Fazit:
+ Mpesa direkt aufs Handy
– Gebühren zwischen 3% und 10% je nach Anbieter und Geldbetrag
Die Gebühren nerven, aber es gibt nichts sichereres oder schnelleres.

2. Per Kreditkarte

Achtung! Hier ist unbedingtes Vertrauen in den Empfänger absolutes Muss!
Die Kreditkarte hat den Vorteil, dass keine Transfergebühren beim Senden des Geldes anfallen. Ausserdem wird der aktuelle Wechselkurs der Bank genutzt, der in den allermeisten Fällen besser ist als der der Bargeldtransferinstitute. Um zumindest etwas gegen Betrug und Diebstahl der Karte geschützt zu sein empfielt sich eine Prepaidkreditkarte. Dann kann nicht mehr Geld abgehoben werden, als vorher vom Sender aufgeladen wurde. Achtung: Auch eine Prepaidkreditkarte kann überzogen werden, die meisten Banken räumen den Besitzern ungefragt einen Kulanzbereich von etwa 20 Euro ein.

Fazit:
+ Keine Gebühren
+ Aktuelle, gute Wechselkurse
– nur ein Empfänger
Vertrauenssache, nicht für jeden geeignet

3. Per Banküberweisung

Zunächst einmal muss der Empfänger in Kenya ein Bankkonto haben. Dann sind die Gebühren je nach Bank unterschiedlich hoch und es wird zweimal gezahlt, einmal bei der Bank des Senders und einmal bei der Bank des Empfängers. Darum gibt es Western Union und Co.

– doppelte Gebühren
– Bankkonto beim Empfänger erforderlich
Keine ernsthafte Alternative.

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